Politik braucht mediale Übersetzung

Wissenschaftsminister Heinz Faßmann betont demokratiepolitische Rolle der Medien

Politik braucht mediale Übersetzung

VOM 15. März 2018

"Politik braucht eine mediale Übersetzung und sie braucht Medien, in denen die Interessen der Gesellschaft artikuliert werden", so Wissenschaftsminister Heinz Faßmann am Mittwoch, den 14. März 2018 im Audienzsaal des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Für ÖZV-Präsident Thomas Zembacher nehmen gerade Zeitschriften und Fachmedien eine zentrale Rolle im österreichischen Medienpluralismus ein: "Unsere Medien agieren als wichtiges Bindeglied zwischen Fachwelt und Publikum."
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Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung Heinz Faßmann und ÖZV-Präsident Thomas Zembacher

 

"Wenn wir die Medienforschung an einem Ort der höchsten politischen Zentralität ehren, dann ist das eine Anerkennung der wesentlichen Bedeutung von Medien im demokratiepolitischen Wirken", so Wissenschaftsminister Faßmann im Rahmen der Verleihung des VÖZ-Förderpreises Medienforschung.

VÖZ-Präsident Thomas Kralinger betonte bei der Verleihung, dass "die ausgezeichneten Arbeiten ihren Blick auf die Zukunftsthemen unserer Branche richten. Innovative Impulse aus der Wissenschaft können uns dabei helfen, Veränderungsprozesse frühzeitig zu erkennen und nachhaltig zu meistern."

Auch der Juryvorsitzende Matthias Karmasin (Universität Klagenfurt) hob die demokratiepolitische Rolle der Medien hervor: "Medien sind die Infrastruktur der Demokratie. Ihre Qualität und jene der Demokratie stehen in einem engen Zusammenhang. Es ist also nicht folgenlos, wenn diese Infrastruktur unter Druck gerät – und das tut sie aktuell, nicht nur ökonomisch, sondern auch gesellschaftlich. Wenn wir uns fragen, welche Medien wir haben wollen, dann fragen wir uns gleichzeitig auch, in welcher Gesellschaft wir leben wollen." Die Relevanz dieser Frage könne man laut Karmasin in Zeiten des Umbruchs daher nicht hoch genug einschätzen.