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Pressetext und Fotos des Österreichischen Zeitschriften-Preises 2009
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ÖZV vergab Österreichischen Zeitschriften - Preis:
Ein Motivationsschub für journalistische Qualität
Der Österreichische Zeitschriften-Preis, mit dem der Österreichische Zeitschriften- und Fachmedien-Verband (ÖZV) die Qualität im Fach- und Magazin-Journalismus fördert, wurde am 25. November zum 27. Mal vergeben. Die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Dr. Claudia Schmied, nahm die Übergabe der mit einem Geldpreis verbundenen Auszeichnung an die Autoren der von einer Fachjury ausgewählten Beiträge vor.
KR Dr. Rudolf Bohmann, der langjährige Präsident des Verbandes, der 154 Verlage und 420 Zeitschriften vertritt, unterstrich, dass auch in den Zeitschriften, die Bildung, Information und Unterhaltung vermitteln, nach wie vor der Inhalt das entscheidende Element ist. Damit ist auch in diesem Medienbereich das journalistische Engagement die Grundlage für den Erfolg. "Der ÖZV möchte mit dieser Auszeichnung dem Streben nach Qualität im Zeitschriften-Journalismus einen zusätzlichen Motivationsschub geben, nicht zuletzt mit dem Förderungspreis für Jungjournalisten," erklärte der ÖZV-Präsident. "Als Zeitschriftenverleger wollen wir damit signalisieren, dass bei uns die Besten des Landes schreiben."
Als Sprecher der Jury hob auch Dr. Meinrad Rahofer, Geschäftsführer des Kuratoriums für Journalistenausbildung, als Zielsetzung hervor, durch die Auszeichnung "Mut zur Qualität" zu machen. Der Journalismus befinde sich in einer schwierigen Phase: Aus den Nachrichten, die für die Leser wertvolle Informationen vermitteln, wurden "News", deren Nutzen nur mehr im Neusein besteht. Als diese zum "Content" wurden, hätte der Berufsstand eigentlich aufschreien müssen. Der journalistische Beitrag wird immer mehr auf das Füllen des Raumes zwischen den Inseraten reduziert. Eine Studie hat ergeben, dass nur mehr ein Drittel der Befragten den Journalisten Glaubwürdigkeit zugesteht und dass jeder zweite der 18- bis 24-Jährigen das "Bloggen" - das Publizieren von eigener Meinung in Kurzform im Internet - bereits für Journalismus hält. Der Österreichische Zeitschriften-Preis steuert diesem Trend entgegen, indem er die Basis jedes guten Journalismus stärkt: Die Professionalität.
Für die Jury war bei der Vergabe der Preise wesentlich, dass in den ausgezeichneten Arbeiten entscheidende Grundsätze des Zeitschriften-Journalismus zum Tragen kommen.
Der Förderungspreis für Jungjournalist/-innen wurde Gudrun Wolfschlucker, Bakk. Komm. für ihren Artikel "Im Reich der Pillendreher" verliehen, erschienen in der Zeitschrift "Bestseller" aus dem Manstein-Verlag. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass die junge Autorin das umfangreiche und schwierige Thema der Probleme der Pharmaindustrie in vorbildlicher Form aufgearbeitet hat: Auf der Basis umfangreicher Recherchen wurden die häufig stark divergierenden Meinungen zu einem anschaulichen Gesamtbild verdichtet.
Der erste Preis wurde Peter A. Krobath seinen Beitrag "Lug und Trug im Tierreich" zuerkannt, veröffentlicht im "Universum Magazin" aus der LW Werbe- und Verlagsgesellschaft. Er stellt in einem amüsanten Naturkundeunterricht die Tricks und Täuschungen dar, die in der Tierwelt eingesetzt werden, um zu überleben oder Paarungspartner zu gewinnen. Eines der wesentlichen Qualitätskriterien im Zeitschriften-Journalismus wurde damit perfekt erfüllt: Komplizierte Zusammenhänge so darzustellen, dass der Leser die Information nicht nur versteht, sondern gerne aufnimmt.
Mit dem zweiten Preis wurde Andreas Linhart für die Artikelserie "So bleiben Sie gesund" ausgezeichnet, erschienen im Nachrichtenmagazin "News". Der versierte Journalist hat mit der Erklärung der alltäglichen Krankheiten ohne Hysterie und mit vielen Tipps und Tests ebenfalls ein wichtiges Qualitätskriterium des modernen Journalismus vorbildlich umgesetzt: Den Lesern Service und Hilfe zu bieten - "News to Use".
Der dritte Preis wurde für eine Serie von Beiträgen vergeben, die zeigt, dass Erfolgskriterien des Online-Journalismus auch im gedruckten Magazin eingesetzt werden können. Georg Karp hat mit seinen "AugenBlicken", veröffentlicht im Magazin "eurocity" aus dem Bohmann-Verlag, kurze, frische, auf wenige Zeilen beschränkte Mini-Feuilletons geschaffen. Kurze Informationen werden zu Denkanstößen verknüpft, die unterhalten und verstören können, ohne belehrend zu sein. Mit der besonderen sprachlichen Qualität erfüllt der Autor ebenfalls ein für den Zeitschriften-Journalismus wesentliches Kriterium.
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KR Dr. Rudolf Bohmann, BM Dr. Claudia Schmied, Dr. Meinrad Rahofer (v.l.n.r.)
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Peter A. Krobath (1. Preisträger), BM Dr. Claudia Schmied, KR Dr. Rudolf Bohmann (v.l.n.r.)
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KR Dr. Rudolf Bohmann, BM Dr. Claudia Schmied, Andreas Linhart (2. Preisträger), Dr. Meinrad Rahofer (v.l.n.r.)
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KR Dr. Rudolf Bohmann, BM Dr. Claudia Schmied, Georg Karp (3. Preisträger), Dr. Meinrad Rahofer (v.l.n.r.)
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Gudrun Wolfschluckner, Bakk. Komm. (Jungjournalist/-innen-Preis), KR Dr. Rudolf Bohmann, BM Dr. Claudia Schmied, Dr. Meinrad Rahofer (v.l.n.r.)
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Gudrun Wolfschluckner, Bakk. Komm. (Jungjournalist/-innen-Preis), Andreas Linhart (2. Preisträger), Peter A. Krobath (1. Preisträger), Georg Karp (3. Preisträger) (v.l.n.r.)
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Copyright für alle Fotos: Sascha Osaka
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