Kollektivverträge

Kollektivverträge für österreichische Zeitschriften und Fachmedien

Eine wesentliche Kernkompetenz des ÖZV ist die Verhandlung der einschlägigen Mantelkollektivverträge sowie der jeweiligen Tarife als Sozialpartner. Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die aktuellen Tarif-Einigungen sowie die Kollektivverträge zum Download.

Kollektivvertrag für kaufmännische Angestellte bei Zeitschriftenverlagen

In der Verhandlungsrunde zwischen GPA-djp und ÖZV vom 15. Dezember 2017 wurde mit Wirksamkeit 1.1.2018 folgender Abschluss getätigt:

  • Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestgehälter in allen Beschäftigungsgruppen um 2,4 Prozent, mindestens aber EUR 40,- (gilt nicht für Lehrlingsentschädigungen). In der Beschäftigungsgruppe 1, 1. Berufsjahr wird das kollektivvertragliche Mindestgehalt auf EUR 1.500,- angehoben.
  • Die Lehrlingsentschädigungen werden ebenso um 2,5 Prozent angepasst.
  • Alle Positionen werden auf den nächsten vollen Eurobetrag aufgerundet, bestehende Überzahlungen werden aufrechterhalten.

Kollektivvertrag für journalistische Mitarbeiter bei Zeitschriften und Fachmedien

In der Tarifrunde vom 15. Februar 2017 wurde eine Einigung mit der GPA-djp auf eine Erhöhung der Tarifgehälter um 1,38 Prozent bei Aufrundung auf volle 50 Cent-Beträge erzielt. Bestehende Überzahlungen bleiben aufrecht; dies gilt auch für Vorrückungen und Umstufungen in der Tariftabelle.

Text- und Bildbeiträge von freien und ständigen freien Mitarbeitern werden ebenfalls um 1,38 Prozent angepasst.

Die Erhöhung tritt mit 1. März 2017 in Kraft.

Vereinbarungen für freie und ständige freie Mitarbeiter

  • Honorierung für reine A4-Textseiten für freie und ständige freie Mitarbeiter: EUR 110,32 (max. 6.300 Anschläge). Es wird Aliquotierung auf eine Halbe-, eine Viertel-, eine Achtel-Seite vereinbart, wobei 1/8 als Mindesthonorar gilt. Bei der Aliquotierung erfolgt eine Rundung auf volle Fünfzig-Cent-Beträge.
  • Honorierung von Bildbeiträgen für freie und ständige freie Mitarbeiter: für reproduktionsfähige Fotos: EUR 48,33;
  • Infrastrukturpauschale für ständige freie Mitarbeiter: EUR 201,52

Als ständig freie Mitarbeiter gelten jene Journalisten, die zumindest an der Hälfte der in einem Kalenderjahr erscheinenden Ausgaben mitarbeiten und dies nicht nur nebenberuflich, sondern in wirtschaftlicher Abhängigkeit zum Auftraggeber.

Der Kollektivvertrag für journalistische Mitarbeiter/-innen bei österreichischen Zeitschriften und Fachmedien wurde zuletzt in der Fassung vom 1. März 2005 gesatzt und gilt daher in der zu diesem Zeitpunkt gültigen Fassung auch für Betriebe, die nicht Mitglieder des Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverbandes sind, aber in den Geltungsbereich der Satzung fallen. Die zuletzt zu diesem KV gesatzte Tariftabelle stammt aus 2006.